Fachvortrag

Praxisbeschreibung

Naturheilpraxis

Canistherapie Zentrale Deutschland

Susanne Kaiser

- Heilpraktikerin -

Canistherapie (tiergestützte Therapie mit einem Hund)

Die Canistherapie ist eine tiergestützte Therapie, bei der Hunde eingesetzt werden. Die Canistherapie dient der Rehabilitation neurologischer  Erkrankungen des zentralen/peripheren Nervensystems und der   Muskulatur. Die  Therapie hilft bei der Wiederein- gliederung sozial, geistig oder auch körperlich benachteiligter Personen in die Gesellschaft oder das  Privatleben.

Über die Sinnesorgane wie Haut, Augen, Nase und Ohr werden die Reize gefördert. Diese Förderung geschieht unter Einbeziehung des Hundes  über das Fell, die Temperatur, die Geräusche und die Bewegung. Es handelt sich um eine natürliche Reizstimulation. Das Ziel ist eine Erweiterung und ein Aufbau der zentralen Nervenbahnentwicklung, eine Förderung der
Sensibilität, der Wahrnehmung und der Empfindung.
Die Therapie ist für Erwachsene ebenso geeignet wie   für Kinder.
 

Eingesetzt werden kann sie zum Beispiel bei:

-hirnorganischen Erkrankungen
-geistigen und körperlichen Behinderungen
-kindlichen Verhaltens- und  Entwicklungsstörungen
-Beeinträchtigung der sozialen Interaktion
-misshandelten / missbrauchten Menschen

Die Canistherapie  kann auch unterstützend und ergänzend in einer schon bestehenden  Therapiemaßnahme, wie die Ergo- oder Physiotherapie
eingesetzt werden. Dies  ist abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild sowie der Schwere der Erkrankung. Da   der Hund an verschiedenen Orten eingesetzt werden  kann, ist es möglich dass das Tier zu den Patienten
kommen kann.

Bei Patienten mit einer  Beeinträchtigung ist die Kontaktaufnahme und die Kommunikation mit einem  Hund sehr wertvoll. Die durch die Natur dem Hund
gegebenen Eigenschaften, wie die sensible Wahrnehmung durch Geruchs- und Hörsinn, ermöglichen es ihm eine nähere Beziehung mit dem Menschen und
eine intensivere und mitfühlende Kommunikation mit Behinderten einzugehen. Der Hund stellt  weniger Ansprüche an den Menschen als andere
Menschen dies tun. Dadurch fühlen die Patienten sich nicht überfordert und können spontaner reagieren.  Zu beobachten ist, dass die Patienten während der   Therapie durch diese Verbindung “Tier-Mensch” entspannter und motivierter wirken und sind. Jeder    Reiz ist eine Aktivierung und der 1. Schritt zur Erlernung oder Wiederherstellung von Aktivitäten.